Anlässlich des Europäischen Protesttages von Menschen mit Behinderungen fand wieder eine von der Aktion Mensch geförderte Veranstaltung statt, um auf die Belange von Menschen mit Behinderung zur Teilhabe aufmerksam zu machen. In diesem Jahr stand der Tag unter dem Motto „Tag der Begegnung“.

Der Integrativ Wohnen und Leben e.V. und das Jenaer Zentrum für selbstbestimmtes Leben e.V.  organisierten deshalb gemeinsam mit einer Gruppe von Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen und einer Gruppe der Jenaer Stadtführer einen Stadtrundgang unter dem Motto Begegnung – „Gemeinsam erlebt“, um die Barrieren der Stadt zu entdecken. So konnten die Jenaer Stadtführer selbst erleben, wo es welche Barrieren gibt und was für die unterschiedlichen Behinderungen wichtig ist. Zur Stadtführung konnten nicht nur Betroffene und Stadtführer sondern auch ein Vertreter des Dezernates für Stadtentwicklung der Stadt Jena begrüßt werden.

Der Stadtrundgang wurde von allen Beteiligten sehr gut aufgenommen und die Stadtführer waren sehr interessiert und erstaunt darüber, welche Barrieren es in der Stadt Jena gibt. Oftmals sind es auch Barrieren, die man auf den ersten Blick gar nicht als solche wahrnimmt.

Nach der Stadtbegehung fand ein gemeinsamer Workshop statt. Dort ging man anhand von Bildern, die während des Stadtrundgangs gemacht wurden, noch einmal die Knackpunkte in der Stadt durch, wie zum Beispiel der Kollegienhof, welcher für mobilitätseingeschränkte Bürger schwer zugänglich ist. Dies sorgte noch einmal für konstruktive Diskussionen und gute Anregungen für die Erstellung einer geeigneten Stadtroute. Die Veranstaltung war für alle Beteiligten ein guter und wichtiger Schritt zur Sensibilisierung für Menschen mit Behinderung.

Jena-TV hat einen Teil der Stadtführung begleitet, hier der Link dazu:

http://www.jenatv.de/mediathek/28102/Mobilitaet_fuer_Behinderte_Anlaesslich_des_Europaeischen_Protesttages_gab_es_eine_spezielle_Stadtfuehrung.html

Pressemitteilung des Beirates für Menschen mit Behinderung zur Mitnahmeverweigerung der Elektro-Scooter

24.03.2015

Der Beirat für Menschen mit Behinderung in Jena wurde in seiner Sitzung am 19. März 2015 durch den Geschäftsführer des Jenaer Nahverkehrs, Herrn Möller, darüber informiert, dass ab sofort Elektro-Scooter nicht mehr in Bussen und Straßenbahnen des Jenaer Nahverkehrs mitgenommen werden.

Die Mitglieder des Beirates sind bestürzt über die Rücknahme der Regelung zur Mitnahme der Elektro-Scooter in Bus und Bahn und erwarten vom Nahverkehr eine sofortige Übergangslösung bis zur langfristigen/endgültigen Lösung des Problems.

 

Der Beirat steht als Gesprächspartner zur Lösungssuche zur Verfügung.

Das Hotel entspricht in jeder Hinsicht den Anforderungen des barrierefreien Tourismus. Für Anreisende stehen im Eingangsbereich eine Kurzparkzone zum Be- und Entladen zur Verfügung. Parkflächen für Autos mit speziellen Einstiegshilfen oder Aufbauten befinden sich auf der gleichen Ebene im Freien sowie in der Tiefgarage. Am Empfang befinden sich Gepäckwagen. Der Tresen ist mit dem Rollstuhl zu unterfahren und bietet so von Anfang an eine angenehme Atmosphäre. Die Flure sind breit gestaltet und der Bodenbelag hat einen geringen Rollwiderstand. Die Schließung der Zimmer ist über ein elektronisches Kartensystem mit elektronischer Kennung geregelt und somit auch bei motorischen Einschränkungen händelbar. Die Badezimmer sind barrierefrei gestaltet. Die Schrankanlage ist mit Schiebetüren ausgestattet und dadurch für Rollstuhlfahrer gut zu bedienen. Ein Notrufsystem ist in jedem Zimmer zur Verfügung und ist direkt mit der Rezeption verbunden. Die Balkone sind stufenfrei zu befahren, mit Schiebetüren und Fliegengitter versehen. Im Restaurant stehen zum Teil hydraulisch verstellbare Tische. Das Buffet ist in angenehmer Höhe aufgebaut. Hilfe durch das Personal war jederzeit möglich. Der Fitness, Schwimmbad und Saunabereich ist absolut barrierefrei. Es stehen Geräte die mit dem Rolli unterfahrbar sind bereit. Das Schwimmbecken kann per Lift oder gebremster Rutsche bei Bewegungseinschränkungen erreicht werden. Der Saunabereich ist ausreichend groß und angenehm gestaltet. Gleiches gilt für die Kegelbahn und Hotelbar. Zahlreiche Freizeitaktivitäten werden angeboten. Die Angebote sind übersichtlich per Flyer oder Aufsteller angebracht. Bei rechtzeitiger Voranmeldung besteht die Möglichkeit über ein Sanitätshaus Hilfsmittel zu mieten. Das Hotel verfügt über ein Shuttle zur Abholung von Bus und Bahn. Abholung von zu Hause ist per Anfrage auch möglich.

 

 

 

 

Anlässlich des internationalen Tages der Menschen mit Behinderungen, am 3. Dezember, tagte das Außerparlamentarische Bündnis zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Thüringen. Bei der Veranstaltung, die in diesem Jahr auf Einladung der Grünen Landtagsfraktion stattfand, wurde eine Resolution verabschiedet, die unter anderem Forderungen an die neue Thüringer Landesregierung enthält.

Anja Siegesmund sieht in dem rot-rot-grünen Koalitionsvertrag, der am morgigen Donnerstag offiziell unterzeichnet wird, positive Impulse, um den Stillstand in der Behindertenpolitik in Thüringen zu überwinden. „Es ist unsere Aufgabe und Herausforderung, den ‚Thüringer Maßnahmenplan zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen‘ mit Leben zu füllen. Die selbstverständliche Beteiligung behinderter Menschen in allen Lebensbereichen muss gelebte Realität werden“, so Siegesmund am Rande der jährlich stattfindenden Veranstaltung, zu der neben den Landtagsfraktionen die Vertreterinnen und Vertreter der Thüringer Behindertenverbände und Selbsthilfegruppen eingeladen sind.


http://gruene-fraktion.thueringen.de/presse/tag-der-menschen-mit-behinderungen

Pressemitteilung

Berlin, 16. September 2014

Bericht zur Barrierefreiheit:

Deutscher Behindertenrat fordert Konsequenzen

DBR-Sprecher Adolf Bauer: „Private Dienstleister stärker in die Pflicht nehmen.“

Der Deutsche Behindertenrat (DBR) hat ein gemeinsames Eckpunktepapier für eine Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) vorgelegt. „Es geht uns insbesondere um eine verbindlichere Einbindung der privaten Anbieter von Dienstleistungen. Sie müssen gesetzlich dazu verpflichtet werden, mehr Barrierefreiheit zu gewährleisten“, sagte SoVD-Präsident und DBR-Sprecher Adolf Bauer am Dienstag in Berlin.

Das BGG trat im Jahr 2002 in Kraft. Das Gesetz soll die Benachteiligung von behinderten Menschen verhindern und Barrierefreiheit gewährleisten. Im Rahmen eines umfassenden Prozesses wurden die gesetzlichen Regelungen inzwischen evaluiert.

„Ohne eine gesetzgeberische Gesamtstrategie wird es schwer, Barrierefreiheit offensiv voranzubringen. Denn sie betrifft viele Lebensbereiche, dies gilt es zu berücksichtigen. Es ist eine gründliche Überarbeitung des Behindertengleichstellungsgesetzes geboten“, betonte Bauer. Der Verbandspräsident forderte zudem eine Reform weiterer Gesetze, die sich ebenfalls auf die Barrierefreiheit in Deutschland auswirken.

Im DBR haben sich über 140 Organisationen behinderter und chronisch kranker Menschen zu einem Aktionsbündnis vereinigt. Es repräsentiert mehr als 2,5 Millionen Betroffene in Deutschland. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat am 3. Dezember 2013 den Vorsitz im Sprecherrat des DBR für das Jahr 2014 übernommen.