Das Hotel entspricht in jeder Hinsicht den Anforderungen des barrierefreien Tourismus. Für Anreisende stehen im Eingangsbereich eine Kurzparkzone zum Be- und Entladen zur Verfügung. Parkflächen für Autos mit speziellen Einstiegshilfen oder Aufbauten befinden sich auf der gleichen Ebene im Freien sowie in der Tiefgarage. Am Empfang befinden sich Gepäckwagen. Der Tresen ist mit dem Rollstuhl zu unterfahren und bietet so von Anfang an eine angenehme Atmosphäre. Die Flure sind breit gestaltet und der Bodenbelag hat einen geringen Rollwiderstand. Die Schließung der Zimmer ist über ein elektronisches Kartensystem mit elektronischer Kennung geregelt und somit auch bei motorischen Einschränkungen händelbar. Die Badezimmer sind barrierefrei gestaltet. Die Schrankanlage ist mit Schiebetüren ausgestattet und dadurch für Rollstuhlfahrer gut zu bedienen. Ein Notrufsystem ist in jedem Zimmer zur Verfügung und ist direkt mit der Rezeption verbunden. Die Balkone sind stufenfrei zu befahren, mit Schiebetüren und Fliegengitter versehen. Im Restaurant stehen zum Teil hydraulisch verstellbare Tische. Das Buffet ist in angenehmer Höhe aufgebaut. Hilfe durch das Personal war jederzeit möglich. Der Fitness, Schwimmbad und Saunabereich ist absolut barrierefrei. Es stehen Geräte die mit dem Rolli unterfahrbar sind bereit. Das Schwimmbecken kann per Lift oder gebremster Rutsche bei Bewegungseinschränkungen erreicht werden. Der Saunabereich ist ausreichend groß und angenehm gestaltet. Gleiches gilt für die Kegelbahn und Hotelbar. Zahlreiche Freizeitaktivitäten werden angeboten. Die Angebote sind übersichtlich per Flyer oder Aufsteller angebracht. Bei rechtzeitiger Voranmeldung besteht die Möglichkeit über ein Sanitätshaus Hilfsmittel zu mieten. Das Hotel verfügt über ein Shuttle zur Abholung von Bus und Bahn. Abholung von zu Hause ist per Anfrage auch möglich.

 

 

 

 

Pressemitteilung

Berlin, 16. September 2014

Bericht zur Barrierefreiheit:

Deutscher Behindertenrat fordert Konsequenzen

DBR-Sprecher Adolf Bauer: „Private Dienstleister stärker in die Pflicht nehmen.“

Der Deutsche Behindertenrat (DBR) hat ein gemeinsames Eckpunktepapier für eine Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) vorgelegt. „Es geht uns insbesondere um eine verbindlichere Einbindung der privaten Anbieter von Dienstleistungen. Sie müssen gesetzlich dazu verpflichtet werden, mehr Barrierefreiheit zu gewährleisten“, sagte SoVD-Präsident und DBR-Sprecher Adolf Bauer am Dienstag in Berlin.

Das BGG trat im Jahr 2002 in Kraft. Das Gesetz soll die Benachteiligung von behinderten Menschen verhindern und Barrierefreiheit gewährleisten. Im Rahmen eines umfassenden Prozesses wurden die gesetzlichen Regelungen inzwischen evaluiert.

„Ohne eine gesetzgeberische Gesamtstrategie wird es schwer, Barrierefreiheit offensiv voranzubringen. Denn sie betrifft viele Lebensbereiche, dies gilt es zu berücksichtigen. Es ist eine gründliche Überarbeitung des Behindertengleichstellungsgesetzes geboten“, betonte Bauer. Der Verbandspräsident forderte zudem eine Reform weiterer Gesetze, die sich ebenfalls auf die Barrierefreiheit in Deutschland auswirken.

Im DBR haben sich über 140 Organisationen behinderter und chronisch kranker Menschen zu einem Aktionsbündnis vereinigt. Es repräsentiert mehr als 2,5 Millionen Betroffene in Deutschland. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat am 3. Dezember 2013 den Vorsitz im Sprecherrat des DBR für das Jahr 2014 übernommen.

Am Sonnabend, den 30 August 2014 von 10 Uhr bis 13 Uhr in Meiningen auf den Marktplatz lädt die Linke herzlich zu einen Wahlratschlag ein. Hören Sie, was unsere Kanditaten zur Landtagswahl zu sagen haben und fühlen ihnen auf den Zahn.

Es werden dabei sein, der Spitzenkandidat Bodo Ramelow, sowie der Kandidat im Wahlkreis 12 Maik Nothnagel.

Wir wollen über Fragen der Inklusion infomieren. Die Landesarbeitsgemeinschaft Selbstbestimmte Behindertenpolitik wird über ihre Arbeit Auskunft geben. Gemeinsam mit ihnen wollen wir diskutieren,wie Teilhabe von Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben gewährleistet werden kann. Wie können bestehende Barrieren abgebaut und Diskriminierung verhindert werden.

Der BSV Schmalkalden/Meiningen wird über seine Arbeit informieren.

Aber nicht nur Reden sollen zum Wahlratschlag gehalten werden. Zu ihrer Unterhaltung wird das Meininger Jugendrotkreuzorchester aufspielen. Wir werden Sie mit Kaffee und Waffeln begrüßen. Ein Kinderfest mit Hüpfburg ,verschiedene Infostände, musikalische Begleitung von den DJ Chris Arnold , verschiedene Videos und vieles mehr wird für sie zu Verfügung stehen. Die ansässigen Kioske halten Speisen und Getränke bereit.

Mit Aktionen wollen wir an den Weltfriedenstag am 1.9. erinnern. In diesen Jahr jährt sich zum 75 mal der Ausbruch des 2. Weltkrieges.

Eine Gewinnaktion wird ebenfalls vorbereitet.

Schauen Sie am 30.08. bei uns auf den Marktplatz vorbei.

Wir freuen uns auf ihren Besuch!

Empowerment bedeutet, sich zu Wort melden

Veröffentlicht am Montag, 8. September 2014 von Christian Mayer

Empowerment-Übung

Empowerment-Übung
© Siegurt Seifert

Erfurt (kobinet) Empowerment hat für behinderte Menschen und die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention eine wichtige Bedeutung. Ein Aspekt davon ist, dass sich behinderte Menschen selbst zu Wort melden. Wie das funktionieren kann, wurde am Wochenende bei der Empowerment Schulung "Stärker werden und etwas verändern!" in Erfurt praktisch geübt.

Los ging es mit einer Veranstaltung im Landtag von Thüringen, wo die TeilnehmerInnen der von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) angebotenen und vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderten Empowerment Schulung ihre Projekte vorstellen konnten, die sie im Rahmen der vierteiligen Schulung voran treiben. Zudem lernten sie die Arbeitsweise des Landtages kennen und wie man sich in die Politik dort einmischen kann.

Am Samstag besuchte der Journalist Siegurd Seifert den Schulungskurs und es wurden Schlagzeilen entwickelt und besprochen. Denn eine gute Überschrift ist das A und O für gute Presseinformationen, wie den TeilnehmerInnen der Schulung sehr schnell deutlich wurde. Weiter ging es mit den fünf "Ws" in der Öffentlichkeitsarbeit, also wer macht was, wann, wo und warum. Eine Stadtführung am Samstagnachmittag durch die Erfurter Innenstadt, die durch ein Filmteam begleitet wurde, und die Durchführung einer Talkrunde am Sonntag bildeten den weiteren Rahmen für den intensiven Schulungskurs. Deutlich wurde, "wenn behinderte Menschen sich nicht selbst zu Wort melden, wird vieles wohl auch nicht in unserem Sinne gemacht".

Am 14. September wird in Thüringen ein neuer Landtag gewählt. Zunehmend bestimmt diese Wahl die politischen Debatten in Thüringen. Aber was wollen die zur Wahl stehenden Parteien CDU, SPD, FDP, die GRÜNEN und die LINKEN in Thüringen laut ihrer Wahlprogramme im Bereich der Inklusion, Teilhabe und Barrierefreiheit eigentlich ändern? Einen Überblick zu den einzelnen Themengebieten und die Programmpunkte der jeweiligen Partei finden Sie hier:

 

SPD

 

Wir werden das Landesblindengeld auf den Bundesdurch­schnitt erhöhen (derzeit 410 Euro im Monat). Besonderen Hilfe- und Unterstützungsbedarf haben Taubblinde. Die­se sollen den doppelten Betrag des Landesblindengeldes erhalten.

 

Wir wollen Barrieren für Behinderte dort wo es möglich ist, abbauen und den umfassenden Thüringer Maßnah­menplan zur UN-Behindertenrechtskonvention Schritt für Schritt umsetzen. Wir wollen, dass Behinderte ihre Rech­te wahrnehmen und zur Not auch einklagen können. Ein wichtiger Schritt zur Umsetzung der UN-Behinderten­rechtskonvention ist die Überarbeitung und schrittweise Anpassung des Thüringer Behindertengleichstellungsge­setzes. Wir achten auf eine angemessene Finanzierung für die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen.

 

Wir sind uns bewusst, dass es sich bei der Umsetzung der UN-Kon­vention um einen komplexen und langfristigen Prozess handelt. Den vorliegenden Maßnahmeplan werden wir in regelmäßigen Abständen durch alle Beteiligten überprü­fen und soweit erforderlich fortschreiben. Das bedeutet auch weitere notwendige Maßnahmen einzufügen.

 

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Einführung der Integrierten Teilhabeplanung (ITP). Wir wollen Menschen mit Behinderungen dadurch ein möglichst hohes Maß an Teilhabe und Selbstbestimmung in allen Lebensbereichen und Lebensphasen ermöglichen. Die Eingliederungshilfe soll von einer überwiegend einrichtungszentrierten und pauschalen Förderung zu einer personenzentrierten und individuellen Hilfe umgestaltet werden. Wir wollen eine passgenaue Hilfe für jeden Einzelnen. Nach der erfolgrei­chen Erprobung in den Modellregionen wollen wir die In­tegrierte Teilhabeplanung im Freistaat Thüringen flächen­deckend einführen.

 

http://spdnet.sozi.info/thueringen/dl/regierungsprogramm-2014.pdf

 

Die Linke

 

Demokratische Teilhabe für Menschen mit Behinderungen ermöglichen

 

DIE LINKE. Thüringen strebt eine inklusive Gesellschaft an, in der die Fähigkeiten von Menschen gewürdigt und die Einschränkungen ausgeglichen werden. In vielen Lebensbereichen sind Menschen mit Behinderungen immer noch ausgeschlossen, weil Vorurteile und gesellschaftlich schlechte Rahmenbedingungen die Diskriminierung zementieren. Demgegenüber wollen wir in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens Barrierefreiheit und gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen Schritt für Schritt durchsetzten. Dementsprechend wollen wir das Landesgleichstellungsgesetz und den Thüringer Maßnahmenplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention überarbeiten. Dabei geht es um die Barrierefreiheit von öffentlichen Gebäuden, Wahllokalen und Wohnungen, barrierefreie Verkehrsverbünde, barrierefreien Tourismus, die Bereitstellung von Gebärdendolmetscherinnen und Gebärdendolmetschern im politischen Raum und die Erhöhung der Beschäftigungsquote für Menschen mit Behinderungen.

 

 

http://www.die-linke-thueringen.de/landtagswahl/programm/praeambel/

 

FDP

 

Inklusion - Das Kindeswohl entscheidet

Die Schaffung eines inklusiven Schulsystems ist ein Gebot der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung. Die UN-Konvention verlangt aber keinesfalls, Inklusion mit der Brechstange zu betreiben oder gar das Förderschulsystem aufzugeben. Vielmehr ist insbesondere Art. 7 der UN-Behindertenrechtskonvention, der das individuelle Kindeswohl in den Mittelpunkt stellt, streng zu beachten.

 

Die FDP Thüringen will:

 

ein echtes und freies Wahlrecht der Eltern zwischen Förderschule und inklusiver oder integrativer Beschulung.

 die Unterstützung der Eltern bei der Schulwahl durch eine unabhängige und umfassende Beratung, insbesondere durch Sonderpädagogen und Mediziner.,

 

den Erhalt des Förderschulsystems mit einer angemessenen finanziellen Ausstattung.

 

konventionelle Schulen schrittweise barrierefrei gestalten und mit sonderpädagogisch aus- und weitergebildetem Lehr- und Hilfspersonal ausstatten, so dass eine inklusive Beschulung unter Berücksichtigung der Anforderungen sonderpädagogischer Förderbedarfe möglich ist.

 

 

http://www.thueringen-entscheidet.de/sites/default/files/uploads/2014/08/04/wahlprogrammfdpthueringen_0.pdf

 

Die Grünen:

  

Barrieren abbauen

Das Verkehrssystem in Thüringen birgt noch immer viele Tücken. Wir wollen, dass die verschiedenen Verkehrswege und Fortbewegungsmittel möglichst ohne zusätzliche Erschwernisse von allen Menschen in Anspruch genommen werden können. Wir setzen uns daher ein für eine möglichst weitgehende Barrierefreiheit. Wir denken dabei nicht nur an Menschen im Rollstuhl oder mit Rollator, sondern auch an Menschen mit Kinderwagen, Kinderfahrradanhängern und vollbepackten Fahrrädern. Außerdem setzen wir uns dafür ein, dass Haltestellen für ältere und sehbehinderte Menschen kein zusätzliches Hindernis darstellen. Wir wollen erreichen, dass Informationen gut lesbar und auch akustisch abrufbar sind.

 

Thüringen inklusiver

 

Die Würde des Menschen ist unteilbar, in ihr werden unsere Individualität und Vielfalt als Geschenk gewürdigt. Dennoch finden sich in allen Bereichen unseres täglichen Lebens und in unseren Köpfen Barrieren und Vorurteile gegenüber Menschen, insbesondere gegenüber Menschen mit Behinderungen. Es sollte unser aller Ziel sein, diese Vorurteile und Barrieren, diese Diskriminierung abzubauen und zu beseitigen. Dass dies keine leichte Aufgabe ist, wissen wir. Gleichwohl wollen wir gemeinsam mit den Betroffenen die UN-Behindertenkonvention zügig umsetzen. In Thüringen fehlt nach wie vor ein Behindertengleichstellungsgesetz. Sondereinrichtungen für Menschen mit Behinderungen sollen in Thüringen bald der Vergangenheit angehören, damit alle Menschen gleichberechtigt und selbstbestimmt miteinander leben können. Wir GRÜNE stehen für eine Politik, die allen Menschen, unabhängig von ihren Einschränkungen, Teilhabe und Mobilität ermöglicht. Dafür sind Verkehrswege und Bahnhöfe, öffentliche Einrichtungen, Sport- und Kulturstätten konsequent barrierefrei zugänglich zu machen.

 

http://gruene-thueringen.de/sites/gruene-thueringen.de/files/l01_wahlprogramm_von_buendnis90die_gruenen_zur_ltw_2014.pdf

 

 CDU

 

Barrierefreies Thüringen

Die Schaffung von Barrierefreiheit ist uns ein wichtiges Anliegen. Behörden und Institutionen müssen Vorbild sein. Wir wollen, dass öffentliche Gebäude ungehindert zugänglich sind. Bei Neubauten und sanierten Gebäuden sind die Bedingungen schon fast überall vorbildlich. Nachholbedarf besteht aber beim ungehinderten Zugang zu Dokumenten und Internetangeboten. Wir wollen, dass die Internetseiten des Landes barrierefrei gestaltet sind und mehr Angebote in einfacher Sprache unterbreitet werden.

 

Teilhabe von Menschen mit Behinderung erleichtern

Die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung und deren Familien liegen uns sehr am Herzen. Das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Handicap muss zur Selbstverständlichkeit werden. Wir wollen behinderten Menschen eine selbstbestimmte und diskriminierungsfreie Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Dazu gehören sowohl die Hilfen auf dem Weg in den ersten Arbeitsmarkt als auch die Unterstützung der Tätigkeiten in den Behindertenwerkstätten. Die UN-Behindertenrechtskonvention ist für uns Richtschnur, noch bestehende Benachteiligungen abzubauen. Daher streben wir ein Behindertengleichstellungsgesetz an, damit die Anforderungen der UN-Behindertenrechtskonvention im Freistaat eine gesicherte rechtliche Grundlage erhalten. In diesem Gesetz soll die Unabhängigkeit der Behindertenbeauftragten des Freistaats verankert werden. Der Beauftragte soll mehr Kompetenzen erhalten, um eigenständige Entscheidungen treffen zu können.

https://www.epenportal.de/web/datapool/storage/files100915/LTW_2014/Th%C3%BCringenplan.pdf