Jena, 22. Juni 2018

 

Am Donnerstag, den 21.06.2018 fand in der Rotunde des Regierungsviertels Erfurt das 1. Vernetzungstreffen der Thüringer Angebote der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) statt. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie. Die Eröffnung erfolgte durch Herrn Schulze, Abteilungsleiter Soziales, Frauen und Familie. Anschließend sprach Frau Günther, Referentin Behindertenpolitik des Ministeriums, über die Entwicklungen der EUTB seit dem Inkrafttreten der Förderrichtlinie. Es folgte eine Vorstellung der einzelnen EUTB-Angebote sowie der LIGA Selbstvertretung Thüringen. Frau Dr. Peitel, Projektleitung der gsub*, präsentierte darauffolgend allgemeine Informationen zur EUTB. Damit war der erste, öffentliche Teil der Veranstaltung, zu dem unter auch die kommunalen Behindertenbeauftragten anwesend waren, beendet. Der zweite Teil war ausschließlich für die Vertreter*innen der EUTB-Angebote vorgesehen. Hier hielt Herr Scholz, Mitarbeiter des administrativen Teils der gsub, einen Vortrag hinsichtlich verwaltungstechnischer Fragestellungen und möglichen Stolperfallen.


Zum gegenseitigen Austausch und zur Diskussion der EUTB-Mitarbeiter*innen untereinander gab es nur wenig Zeit. Um diesen anzuregen und zu fördern, veranstaltet der LV „ISL“ in Thüringen e. V. am Mittwoch, den 27.06. ein selbstorganisiertes Netzwerktreffen. Dieses ist nichtöffentlich und nur für Thüringer EUTBs vorgesehen. Ein Bericht darüber wird folgen.

 

 

* Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung mbH, ein vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales beauftragter Dienstleister

Jena, 20. Juni 2018

 

Während der Fachtagung Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) "Eine Für Alle" am 14. und 15. Juni 2018 in Berlin, bei der auch der Landesverband "Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben" Thüringen e.V. teilgenommen hat, wurde ein kurzer 4-minütiger Film über die EUTB vorgestellt. Der Film wurde durch das Bundeministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) produziert und herausgegeben. Dieses Video kann unter folgendem Link angesehen werden:

 

 

Link zum Video:

EUTB Kurzfilm

In Anbetracht der gegenwärtigen Diskussionen , wie zum Bundesteilhabegesetz (BTHG), erwartet uns ein heißer Herbst.

Jetzt liegt es an uns, dass wir als Verbände, in den Ländern die einzelnen Landtagsfraktionen für uns gewinnen. Wir werden, ebenso wie die anderen Verbände des außerparlamentarischen Bündnisses zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Thüringen, die Fraktionen weiter „beackern“ und fordern alle auf, dies ebenfalls zu tun und ihren Unmut zu den Unzulänglichkeiten in beiden Entwürfen zum Ausdruck zu bringen.

Wir als Landesverband haben auch bereits vor einigen Wochen die Thüringer Bundestagsabgeordneten angeschrieben, jedoch bis heute keine Reaktion erhalten.

Wir unterstützen auch voll und ganz die Forderungen der Verbände des deutschen Behindertenrates  zu den beiden Gestzentwürfen. Infos dazu sind unter

http://www.deutscherbehindertenrat.de/ID185326 zu finden.

In kobinet wurde jetzt auch eine Umfrage zu geplanten Aktionen hierzu gestartet. Infos sind hier zu finden:

http://www.kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/34208/Teilhabegesetz---Umfrage-f%C3%BCr-Aktionen.htm

http://nichtmeingesetz.de/umfrage/

Hier noch der in kobinet  (Quelle: © kobinet/omp )veröffentlichte Fahrplan für das weitere parlamentarische Verfahren:

Nach Informationen des Paritätischen Gesamtverbandes sieht der vorläufigen Zeitplan für das parlamentarische Verfahren für die Verabschiedung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) und des Pflegestärkungsgesetzes III (PSG III) vor:

22. September: 1. Lesung des Bundesteilhabegesetzes und des Pflegestärkungsgesetzes III im Bundestag

23. September: 1. Beratung der beiden Gesetzesvorhaben im Bundesrat

28. September: 1. Beratung im Bundestagsausschuss Arbeit und Soziales

17. Oktober: Anhörung im Bundestagsausschuss Arbeit und Soziales (BTHG)

19. Oktober: Anhörung zum PSG III

30. Oktober: Abschließende Behandlung im Bundestagsausschuss Arbeit und Soziales

2. Dezember: 2. und 3. Lesung im Bundestag

16. Dezember: Letzter Durchgang Bundesrat

Jena, 04. Juni 2018

 

Am 13. Juni 2018 findet in der Ernst-Abbe-Hochschule Jena eine sozialpolitische Fachtagung zum neuen Bundesteilhabegesetz statt. Der Landesverband "Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben" Thüringen e.V. wird an dieser Veranstaltung teilnehmen und durch einen Mitarbeiter bei Vorträgen, Workshops und Diskussionen vertreten werden. Unter folgendem Link kann das Programm der Veranstaltung eingesehen werden: https://blog.sw.eah-jena.de/fachtagung2018/

 

Die Fachtagung richtet sich an Fachkräfte im Bereich der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung, an Vertreterinnen und Vertreter von Organisationen von Menschen mit Behinderung, Verwaltungen, Wohlfahrtsverbänden oder der Politik.

 

 

Am vergangenen Freitag, dem 19. Februar, feierte das Jenaer Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen e.V. voller Stolz sein 25-jähriges Bestehen auf eine besondere Art und Weise. Anlässlich des Jubiläums wurde vom JZsL e.V. in Kooperation mit der Aktion Mensch und dem Jugendzentrum Eastside Jena ein inklusives Kochevent veranstaltet, an dem sich Menschen mit Migrationshintergrund und Menschen mit und ohne Behinderung aller Altersklassen mit Freude beteiligten.

 

Unter der Leitung der Köchin Anke Arning von der Kochschule Löffelstiel aus Jena hieß es an diesem Abend „Ran an die Töpfe – Inklusion geht auch durch den Magen“. Ziel dieser Veranstaltung war es, nicht nur gemeinsam zu kochen und zu speisen. Nein, hier ging es vor allem um die Kommunikation zwischen allen Beteiligten, egal aus welchem Land man kam, ob man eine Behinderung hat oder  wie alt man ist. Alle kochten gemeinsam an den verschiedensten Gerichten wie etwa einem Couscous Salat, Schüttelpizza oder Kürbissuppe.

 

Während dieser Aktion kam man dann vor allem während des Essens auch miteinander ins Gespräch. Hierbei waren besonders die Gespräche mit Menschen aus Syrien und dem Libanon interessant, welche den einen oder anderen Sichtwechsel, besonders im Hinblick auf die aktuelle Flüchtlingssituation in Deutschland, offenbarten. Es wurde so auch schnell klar, dass es diesen Menschen oftmals an einer Plattform fehlt, um die Dinge aus Ihrer Sicht zu schildern und darüber aufzuklären, was in ihren Heimatländern wirklich vorgeht. Eine solche Veranstaltung wie an diesem 19. Februar ist ein gutes Beispiel und ein Schritt in die richtige Richtung, um die vielfältigen Barrieren in den Köpfen einzureißen.